Kispest–Honvéd FC
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Der „Bomber der Nation“, der Kispest treu blieb

Der „Bomber der Nation“, der Kispest treu blieb

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Veröffentlicht: 20.03.2026, 21:49Lesezeit: 2 Min.
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In der Geschichte des ungarischen Fußballs finden sich nur wenige Verbindungen zwischen Verein und Spieler, die so eng waren wie jene zwischen Lajos Tichy und Budapest Honvéd.

Der Stürmer, der wegen der gewaltigen Wucht seiner Schüsse nur als „Bomber der Nation“ bezeichnet wurde, war nicht nur eine prägende Figur seiner Ära, sondern auch ein Symbol für Vereinstreue und Torinstinkt. Lajos Tichy wurde am 21. März 1935 in Budapest geboren und kam 1953, im Alter von gerade einmal 18 Jahren, zu Honvéd, einer der weltbesten Mannschaften jener Zeit. Neben Größen wie Ferenc Puskás, Sándor Kocsis und József Bozsik lernte er sein Handwerk. 1954 und 1955 gehörte er bereits zur Meistermannschaft.

Nach den Ereignissen von 1956 trug Lajos Tichy die Kispester Mannschaft auf seinen Schultern. In seiner Laufbahn erzielte er in 320 Ligaspielen 244 Tore. Fünfmal wurde er ungarischer Torschützenkönig, und mit ihm als Führungsspieler gewann Honvéd 1959 den Mitteleuropäischen Pokal sowie 1964 den Pokal der Ungarischen Volksrepublik.

Seine Schüsse waren legendär: Es hieß, wenn Tichy aus 25 bis 30 Metern abzog, seien die Torhüter besser beraten, aus dem Weg zu gehen. Als Spieler sammelte er mit den Rot-Weißen zwei Meistertitel, vier Silber- und eine Bronzemedaille. Obwohl er auf Vereinsebene „nur“ zweimal ganz oben stand, zählen ihn seine Werte in der Nationalmannschaft zu den ganz Großen des Weltfußballs. In 72 Länderspielen erzielte er 51 Tore und steht damit bis heute auf Rang vier der ewigen ungarischen Torschützenliste hinter Puskás, Kocsis und Schlosser. Er nahm an drei Weltmeisterschaften (1958, 1962, 1966) teil und gewann bei der Europameisterschaft 1964 Bronze.

Die Verbindung zwischen Lajos Tichy und Honvéd endete auch nach seinem Rücktritt nicht. Als Trainer kehrte er an die Seitenlinie zurück und war der Mann, der Honvéd erneut an die Spitze führte: 1980, nach exakt 25 Jahren Wartezeit, führte er Kispest wieder zur Meisterschaft. Damit wurde er zu einem der wenigen, die mit dem Klub sowohl als Spieler als auch als Cheftrainer Meister wurden.

Seit dem Tod von Lajos Tichy im Jahr 1999 ist sein Kultstatus unter den Kispester Fans weiter gewachsen. Eine Statue auf der nach ihm benannten Sportanlage bewahrt sein Andenken. Er war der letzte „echte“ Kispester Gigant, der bewies, dass man auch in den Farben nur eines einzigen Vereins zum Weltstar werden kann.

20.03.2026, 21:49Klub

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