Kispest–Honvéd FC
Kispest–Honvéd FC
Lajos Détári

Lajos Détári

Geboren am 24. April 1963. Er war noch keine 18 Jahre alt, als er sein Debüt in der ersten Mannschaft von Bp. Honvéd gab (Pécs–Bp. Honvéd 1:1). Mit neunzehn Jahren zählte er bereits zur festen Stammformation. Das Kispester Publikum schloss den blonden Mittelfeldspieler schnell ins Herz. Seine Karriere zeigte steil nach oben. Binnen kürzester Zeit war auch die Nationalmannschaft ohne ihn nicht mehr vorstellbar. Seine Tore waren echte Höhepunkte; man denke nur an seinen kaltblütigen, frechen Treffer in der WM-Qualifikation in Wien oder an seinen nicht minder frechen Freistoßtreffer gegen Polen im Népstadion. Insgesamt 61-mal streifte er das kirschrote Trikot über und erzielte dabei 13 Tore. Er gehörte zu jenen Spielern, die eine Partie mit einem einzigen genialen Moment entscheiden konnten.

 Am 13. Juni 1987 zog er beim Spiel Debrecen – Bp. Honvéd (0:2) zum letzten Mal das rot-weiße Trikot an. Anschließend wechselte er zu Eintracht Frankfurt, und obwohl er die Bundesliga nach nur einem Jahr wieder verließ, gewann die Eintracht durch sein goldenes Tor den DFB-Pokal. Für die damalige Rekordsumme von 18 Millionen D-Mark verkaufte ihn die Eintracht an den griechischen Traditionsklub Olympiakos Piräus. Die griechische Meisterschaft blieb ihm zwar verwehrt, doch führte er die Piräer zum Pokalsieg. 1990 zog es ihn nach Italien zum FC Bologna. Mit den Rot-Blauen erreichte er das Viertelfinale des UEFA-Pokals. 1992 verstärkte er die Reihen von Ancona, wo er in 33 Spielen 11 Tore erzielte. Im Frühjahr 1994 stand er bei Genua unter Vertrag, ehe er Italien den Rücken kehrte und in die Schweiz wechselte. Mit Neuchâtel Xamax gewann er die Bronzemedaille, wechselte danach Land und Spielklasse und schloss sich dem österreichischen Zweitligisten St. Pölten an. Nach zwei Jahren in Österreich kehrte er in die Heimat zum BVSC zurück. Weitere zwei Jahre war er noch in unteren Spielklassen aktiv, liebäugelte jedoch zunehmend mit der Trainerlaufbahn. Nach je einem halben Jahr als Trainer in Großwardein (Oradea) und bei Csepel übernahm er die Trainerbank von Kispest-Honvéd und belegte mit dem Team den siebten Rang. Zwar fehlte in seiner Vita der ganz große europäische Spitzenklub, dennoch gilt er im ungarischen Fußball bis heute zu Recht als der letzte echte Weltklassespieler.

Erfolge von Lajos Détári:

Ungarischer Meister: 3x (1984, 1985, 1986)
Bronzemedaillengewinner: 1x (1983)
Ungarischer Pokalsieger: 1x (1985)
Silbermedaillengewinner: 1x (1983)
Supercup-Sieger: 1x (1994)
Torschützenkönig: 3x (1985, 1986, 1987)
Spieler des Jahres: 1x (1984/85)
DFB-Pokalsieger: 1x (1988)
Griechischer Pokalsieger: 1x (1990)
Schweizer Meisterschafts-Bronze: 1x (1995)
Bester ausländischer Spieler der deutschen Bundesliga: 1988
Bester Spieler der griechischen Liga: 1989
Bester Spieler der Schweizer Liga: 1994
Weltauswahl: 6x
WM-Teilnehmer: 1986

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