Unsere Mannschaft beendete die Herbstsaison der Merkantil Bank Liga hervorragend und kann mit drei Punkten Vorsprung auf Vasas als Tabellenführer in die Frühjahrsfortsetzung gehen. Den Statistiken zufolge war Honvéd nicht nur erfolgreich, sondern tat dies – ohne allzu unbescheiden zu klingen – mit dem wohl spektakulärsten Offensivfußball der Liga.
In den fünfzehn Herbstrunden beendeten wir das Wochenende 8-mal an der Tabellenspitze. Die Stabilität der Mannschaft zeigt sich darin, dass wir nach den 15 Spieltagen nur 3-mal auf Rang drei und 4-mal auf Rang zwei standen – vom Podium fielen wir kein einziges Mal. Diese Konstanz kann im weiteren Verlauf ein Schlüssel zum Aufstieg sein.
Torreiches Offensivspiel und die meisten Treffer
Keine Mannschaft der Liga war offensiv erfolgreicher als unsere. Unser Team erzielte mit insgesamt 31 Treffern die meisten Tore der Meisterschaft. Diese Torquote (mehr als 2 Tore pro Spiel) zeigt, dass die Mannschaft von Tamás Feczkó im Herbst mutig und offensiv auftrat. Zwei Spieler teilen sich mit jeweils 7 Treffern den Titel des vereinsinternen Torschützenkönigs: Ákos Zuigeber und Dominik Csontos.
Beständigkeit im Kader
In der Herbstsaison setzte Tamás Feczkó insgesamt 30 Spieler ein, was die Tiefe des Kaders und die Bedeutung der Rotation unterstreicht. Zwei Fußballer ragten bei den Einsatzminuten jedoch besonders heraus: unsere beiden 'Dauerbrenner', Dominik Csontos und Tomás Tujvel, standen in allen 15 Herbstspielen jede einzelne Minute auf dem Platz (alle möglichen 1.350 Minuten). Bemerkenswert ist, dass Csontos nicht nur eine Säule der Defensive war – wie bereits erwähnt –, sondern mit seinen 7 Toren auch Anteil am vereinsinternen Torschützenkönig-Titel hatte. Darüber hinaus spielt er bei Standards eine wichtige Rolle; unser 23-jähriger Verteidiger bereitete zudem drei Treffer vor. Unsere Mannschaft konnte somit aus einer hervorragenden Position und mit ermutigenden Leistungen im Rücken in die Winterpause gehen und sich auf die Frühjahrsfortsetzung vorbereiten.
Das geschah in dieser Woche (15. Dezember — 21. Dezember)
Vor 100 Jahren:
Kispesti AC – Finanzbilanz von vor einem Jahrhundert
Am 16. Dezember 1925 wurde die jährliche Finanzbilanz des Kispesti AC veröffentlicht, die einen interessanten Einblick in die damalige Lage des Klubs bietet. Die jährlichen Nettoeinnahmen des Vereins betrugen 97.282.930 Kronen, womit er unter den Erstligaklubs den 9. Platz belegte.
Diese Zahl spiegelt die stabile, wenn auch nicht herausragende wirtschaftliche Position des Kispesti AC in der damaligen ungarischen Elite gut wider. Mitte der 1920er-Jahre war der Klub bereits ein fester Bestandteil der Ersten Liga, und obwohl seine Finanzkraft nicht zu den größten gehörte, stand sein Betrieb dennoch auf sicheren Grundlagen.
Dieses Finanzergebnis ist ein Zeugnis einer Zeit, in der der ungarische Fußball noch im Entstehen war und die Einnahmen der Vereine vor allem von den Zuschauerzahlen und der Unterstützung der lokalen Gemeinschaften abhingen. Für den Kispesti AC waren die Nettoeinahmen von 97 Millionen Kronen nicht nur eine Zahl, sondern auch die Erinnerung an eine Epoche – ein Beleg dafür, dass der Klub schon damals eine prägende Rolle im ungarischen Fußball spielte.
Vor 50 Jahren:
Kämpfe in der spielfreien Zeit auf dem Hallenparkett – Honvéd im Képes-Sport-Pokal
Auch nach dem Ende der Meisterschaft mussten die Fans nicht auf Fußball verzichten: In der spielfreien Zeit waren die Budapester Körcsarnok-Halle und die neue Halle in Szeged Gastgeber der Spiele des Képes-Sport-Hallenfußballpokals. Die Turniere in der besonderen Atmosphäre einer Halle boten den Mannschaften damals eine ausgezeichnete Möglichkeit, in Form zu bleiben.
Bp. Honvéd wurde der Szeged-Gruppe zugelost, doch für die Kispester verlief der Wettbewerb nicht erfolgreich. Die Rot-Weißen verloren alle drei Spiele und konnten daher nicht in den Kampf um das Weiterkommen eingreifen.
Honvéd musste zunächst gegen Rába ETO eine deutliche 2:7-Niederlage hinnehmen und unterlag anschließend Békéscsaba mit 2:4. Zum Abschluss der Gruppenphase gab es auch gegen Gastgeber Szeged eine Niederlage, diesmal mit 1:4.




