Auch eine etwas längere Länderspielpause als gewohnt durfte nicht ohne ein Honvéd-Spiel vergehen. Wie wir bereits berichtet haben, wird in der Bozsik Aréna derzeit ein neuer Rasen verlegt, und der Haupttrainingsplatz der Akademie eignet sich momentan nicht für die Austragung eines Testspiels einer NB-I-Mannschaft. Daher fand die Partie gegen Tiszakécske unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf einem anderen Trainingsplatz des Komplexes statt. Schon im Vorfeld war keine leichte Partie zu erwarten: Einerseits legte unser Gegner einen hervorragenden Saisonstart in der NB II hin und belegt derzeit den dritten Tabellenplatz; andererseits brachten die jüngsten Begegnungen mit den Gelb-Blauen wenig Grund zur Freude. Aus den letzten drei Aufeinandertreffen gab es zwei Unentschieden und eine – die letzte – Niederlage. Das Hauptaugenmerk lag jedoch nicht auf dem Ergebnis, sondern auf dem Einstudieren neuer taktischer Elemente und dem Sammeln von Spielpraxis.
Unser Cheftrainer Maurizio Jacobacci probierte sowohl defensiv als auch offensiv mehrere verschiedene Formationen aus. Neuzugang Alberto Marí feierte sein Startelf-Debüt, was jedoch nicht bedeutete, dass Adi Alic weichen musste – wir begannen heute mit zwei Spitzen. Neben ihnen schenkte unser italienisch-schweizerischer Trainer unter anderem auch István Pekár und Alex Szabó das Vertrauen.
In der ersten knappen Viertelstunde starteten wir spielerisch gut in die Partie: Nach einem Freistoß von Zuigeber kam Boldor am langen Pfosten zum Abschluss, sein Schuss verfehlte das Tor jedoch deutlich. In der 11. Minute köpfte García nach einer Flanke von Boldor aufs Tor, doch Kiss war auf dem Posten. Nach einer guten Viertelstunde prallte ein zweiter Ball vor die Füße von Lucas, der mit voller Wucht direkt in die linke Ecke vollendete (0:1). Der Gegentreffer brachte unsere Mannschaft etwas aus dem Konzept; in der Folge musste Hadzikic zweimal glänzend parieren. Die zweite Hälfte des ersten Durchgangs brachte kaum nennenswerte Großchancen, vielmehr war das Spiel von Zweikämpfen im Mittelfeld und härteren Tacklings geprägt. Zur Halbzeit wechselten wir auf mehreren Positionen, doch die Umstellungen führten zunächst zu keinen zwingenden Torgelegenheiten. Nach einer Stunde Spielzeit wechselte Tiszakécske einen kompletten Block aus, während bei uns Tamás Somogyi und Geburtstagskind Kevin Kántor für István Pekár und Adi Alic ins Spiel kamen. Die erste hochkarätige Ausgleichschance verbuchten wir in der 78. Minute, als Hangya über den linken Flügel nach vorne stürmte und die lange Ecke anvisierte – der Ball strich um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Im Anschluss erhöhten wir den Druck auf das Gästetor: Nach einer Ecke von Csontos köpfte Baki über die Querlatte. In der 84. Minute flankte Safronov ins Zentrum, und nach einigem Durcheinander zog Tamás Somogyi ab, doch Bence Németh konnte parieren. Zwei Minuten später erlief Zuigeber einen scheinbar zu weiten Ball und bediente Kántor, doch der Ball wurde abgefälscht und landete schließlich in den Händen von Németh. In den Schlusssekunden erhielten wir noch einen Freistoß aus rund 30 Metern: Csontos fand am langen Pfosten den Kopf von Baki, der mustergültig für den heranstürmenden Alex Szabó auflegte, doch Németh verhinderte mit einer Glanztat erneut den Ausgleich.
Das nächste Spiel – dann wieder im Pflichtspielbetrieb – bestreiten wir am 11. Oktober, wenn wir am 9. Spieltag der OTP Bank Liga Újpest empfangen. Das Derby wird um 16:45 Uhr angepfiffen.
TESTSPIEL
KISPEST–HONVÉD FC–Tiszakécskei LC 0:1 (0:1)
Honvéd-Akademie. Schiedsrichter: Imre Kovács.
KISPEST–HONVÉD: Hadzikic – A. Szabó, Baki, Boldor (Safronov, zur Halbzeit), P. García (Hangya, zur Halbzeit) – Kállai (Pauljevic, zur Halbzeit), Pekár (T. Somogyi, 60.), Eddarraj, Zuigeber – Alic (Kántor, 60.), Marí (Csontos, zur Halbzeit). Cheftrainer: Maurizio Jacobacci
Tiszakécske: Á. Kiss – Balla, Heil, Polgár, Éger – Szekér, J. Varga – Pataki, Lucas, Sós – Ramos. Cheftrainer: Csaba Pintér. Ersatzspieler: Bence Németh, E. Horváth, Wirth, Gyenes, Kócs-Washburn, Terbe, Visinka, Chukwuebuka, Usai.
Tor: Lucas (16.).





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