Kispest–Honvéd FC
Kispest–Honvéd FC
Pinte-Tor sichert Remis gegen Újpest

Pinte-Tor sichert Remis gegen Újpest

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Veröffentlicht: 11.10.2026, 19:44Lesezeit: 3 Min.
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Am 9. Spieltag der OTP Bank Liga trennten wir uns 1:1 unentschieden vom Újpest FC.

Nach dreieinhalb Jahren Pause fand in der OTP Bank Liga wieder das Derby Kispest gegen Újpest statt. Unsere Mannschaft hatte noch eine Rechnung offen, denn der letzte Heimsieg datierte aus dem August 2017, als nach dem Führungstreffer von Zsótér zunächst Lanzafame und anschließend Kamber – der inzwischen an unserer Akademie tätig ist – das Spiel drehten. Als wäre das nicht Motivation genug gewesen, wurde gegen die Lila-Weißen auch der neue Rasenteppich der Bozsik Aréna eingeweiht. Die Tribünen waren praktisch voll besetzt: Knapp 5.000 Zuschauer fanden den Weg ins Stadion, und es hätten zweifellos noch mehr sein können. Gemäß Beschluss des Disziplinarausschusses des Verbandes musste jedoch der gesamte B-Sektor gesperrt bleiben, wodurch rund 2.000 Fans keine Eintrittskarte erwerben konnten. Maurizio Jacobacci überraschte mit personellen Umstellungen: Während viele damit gerechnet hatten, dass István Pekár den in der Länderspielpause schwer verletzten Ádám Somogyi ersetzen würde, beorderte unser italienisch-schweizerischer Cheftrainer zusätzlich Alex Szabó, Oleksandr Safronov sowie Alberto Marí, der gegen Tiszakécske eine Halbzeit gespielt hatte, in die Startelf.

Die Anfangsminuten gehörten klar unseren Farben: Nach einem seitlichen Freistoß von Csontos flog der Ball an Freund und Feind vorbei, ehe Pekár in der fünften Minute deutlich über das Tor feuerte. Die bis dahin größte Möglichkeit bot sich in der 23. Minute, als Hangya nach einem Diagonalball von Zuigeber das Leder ins Zentrum zurückköpfte; Marí verpasste nur um Zentimeter, und Szappanos, obgleich etwas unsicher, konnte den Ball noch zur Seite fausten. Nach einer halben Stunde startete unser Team erneut einen sehenswerten Angriff: Auf Zuspiel von Zuigeber dribbelte sich Szamosi auf dem rechten Flügel frei und schlug nach einem feinen Haken eine scharfe Flanke hinein, die für Marí jedoch einen Tick zu lang geriet, sodass Szappanos nicht eingreifen musste. Nach dem Seitenwechsel wechselten beide Trainer kontinuierlich durch, doch lange Zeit vermochte keine Mannschaft Akzente zu setzen. Dann überschlugen sich die Ereignisse: In der 68. Minute fischte Hadzikic einen Fernschuss von Ljujic mit einer Glanzparade aus dem linken oberen Eck. In der 70. Minute verloren wir jedoch im Mittelfeld das Leder, woraufhin Amenyido den in der 56. Minute eingewechselten Vlijter bediente; der surinamische Angreifer umkurvte den herausstürzenden Hadzikic eiskalt und schob zur Führung ein (0:1).

Die Führung der Gäste hielt allerdings nicht lange. Nur drei Minuten später köpfte nach einem Csontos-Freistoß der über die gesamte Spielzeit überragende Ákos Baki aufs Tor; Szappanos parierte spektakulär, doch der Abpraller landete genau auf dem Kopf des eingewechselten Patrik Pinte, der zum Ausgleich einnickte (1:1). In der 75. Minute verhinderte Hadzikic gegen Matko erneut mit einer starken Fußabwehr einen Gegentreffer. In der Schlussphase drängten beide Teams auf den Siegtreffer, doch weitere Tore fielen nicht mehr. Am kommenden Samstag treten wir ab 14:30 Uhr auswärts in Nyíregyháza an.

OTP BANK LIGA, 9. SPIELTAG, 2026–27

KISPEST–HONVÉD FC–Újpest FC 1:1 (0:0)

Bozsik Aréna, 5.078 Zuschauer. Schiedsrichter: Gergő Bogár (Gergely Becséri, Dávid Rózsa).

HONVÉD: Hadzikic – Safronov (Boldor, 84.), Baki, Szabó A., Hangya – Pekár (Eddarraj, 66.), Csontos – Szamosi, Somogyi T. (Alic, Halbzeit), Zuigeber (Pauljevic, 84.) – Marí (Pinte, 66.). Cheftrainer: Maurizio Jacobacci

Újpest: Szappanos – Ujváry (Fiola, 66.), Heitor, Stronati, Zeke – Ljujic, Szendrei, Matko, Horváth K. (Krajcsovics, 56.) – Tijani (Vlijter, 56.), Amenyido (Scharmer, 90.+2). Cheftrainer: Zoltán Szélesi

Tore: Pinte (73.) bzw. Vlijter (71.).

Maurizio Jacobacci:

„Wir wussten genau, dass wir auf einen starken Gegner treffen; die Ergebnisse von Újpest belegen ihre Qualität, weshalb uns klar war, dass wir ein gutes Spiel abliefern und spielerische Klasse zeigen mussten. Natürlich haben wir auf einen Sieg gehofft, aber vor allem wollten wir heute Abend mindestens einen Punkt zu Hause behalten. Die erste Halbzeit war ausgeglichen, mit relativ wenigen Aktionen in den Strafräumen. Das Geschehen spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab, und beide Teams verteidigten gut. Zur zweiten Halbzeit haben wir direkt gewechselt: Somogyi ging vom Feld, und ich brachte Alic als zweiten Mittelstürmer, nicht zuletzt, um Marí bei den zweiten Bällen zu unterstützen und lange Zuspiele besser zu verwerten. Zudem wollte ich die physische Präsenz meiner Mannschaft erhöhen. Die Partie nahm Fahrt auf, doch bei einem solchen Rhythmuswechsel geht man auch Risiken ein. Nach einem verlorenen Kopfballduell im Mittelfeld fand der Gegner schließlich die Tiefe und wir kassierten das Gegentor. Ein großes Kompliment gebührt meiner Mannschaft jedoch dafür, dass sie nicht aufgegeben hat und durch Patrik Pinte postwendend ausgleichen konnte. Ein Lob an meine Spieler, denn sie besaßen die nötige Spielintelligenz, um diese Partie nicht mehr aus der Hand zu geben.“

Zoltán Szélesi:

„Honvéd ist eine disziplinierte, gute Mannschaft. Spielerisch gesehen könnten sie in der Tabelle durchaus weiter oben stehen. Im ersten Durchgang hätten wir mehr und aktiver investieren müssen, um früher in Führung zu gehen und die Begegnung womöglich siegreich zu gestalten. Nach der Pause brachten die Wechsel und taktischen Anpassungen neuen Schwung, bessere Einzelaktionen und stärkere Leistungen auf den Platz, wodurch wir uns auch die entsprechenden Chancen erarbeiten konnten.“

11.10.2026, 19:44Klub

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