Balázs Dörnyei befand sich in keiner einfachen Situation, da er auf seine sechsfache Torschützin Fanni Vachter verzichten musste. Dafür konnte Neuzugang Daniela Kosinska in dieser Partie ihr Debüt geben. In der 12. Minute kam Vida zu einer Chance, auf Honvéd-Seite erreichte Caković in der 18. Minute eine Flanke von Simon, doch beide Möglichkeiten blieben ungenutzt. Drei Minuten später parierte Kosinka einen Distanzschuss von Matos. In der 31. Minute versuchte es Süle aus der Ferne, der Ball ging jedoch darüber. In der 37. Minute musste Kosinka innerhalb einer Minute zweimal retten, vor der Pause ging zudem ein Kopfball von Krisztin knapp vorbei. Nach einer torlosen ersten Halbzeit änderte sich am Spielbild nicht viel.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte Kosinka eine weitere Parade. In der 54. Minute schoss Simon aus spitzem Winkel, doch ein Tor fiel nicht. Eine Minute später parierte unsere Torhüterin einen Schuss von Matos, den Abpraller wollte Vida verwerten, blieb aber ebenfalls ohne Erfolg. In der 60. Minute gingen die Gäste dann durch einen Elfmeter von Csilla Savanya in Führung (0–1). In der 71. Minute erhöhte unsere ehemalige Spielerin Joseline Matos auf 0–2. In der Schlussphase hielt Kosinka noch einen Kopfball von Matos, doch in der 83. Minute traf die brasilianische Angreiferin erneut und stellte den 0:3-Endstand her.
Budapest Honvéd FC – ETO FC 0-3 (0-0)
Honvéd: Kosinska – Koszo, Csáki, Cakovic (Kerekes 67.), Krisztin (Szilvási 80.), Földvári (Nádudvari 80.), Horváthová, Vas (Nagy 80.), Sain, Bokor, Simon (Johnson 71.).
Cheftrainer: Balázs Dörnyei
Tore: Savanya (60.), Matos (71., 83.)
Balázs Dörnyei, Cheftrainer: „Ich denke, die erste Halbzeit war unsere beste Halbzeit in dieser Saison. Wir konnten mehrere Chancen herausspielen und waren einem Tor näher als ETO, aber leider blieben diese Möglichkeiten ungenutzt. Natürlich fehlen uns Spielerinnen, aber auch diejenigen, die an ihrer Stelle ins Team kamen, konnten in gute Situationen gelangen. Mir hat die erste Halbzeit sehr gut gefallen. In der Pause gab es kein besonderes Problem, absolut nichts deutete darauf hin, dass wir die zweite Halbzeit so schläfrig beginnen würden. Eigentlich waren die Spielerinnen auch voll da. Zu Beginn der zweiten Halbzeit sind wir dann aber ein wenig eingeschlafen. Es gab zwei Situationen, die Warnsignale hätten sein müssen – zwar entstand daraus kein Torschuss, aber ETO kam über schöne Aktionen zumindest bis in Abseitspositionen. Danach kann man sagen, dass der Elfmeter aus einer unglücklichen Bewegung von Eszter Csáki entstand. Gleichzeitig denke ich, dass gerade ihre erste Halbzeit mit Abstand ihre beste Leistung in ihren bisherigen Spielen war. So etwas kann passieren; zu Beginn der zweiten Halbzeit war sie etwas übermotiviert. Mehr weh tut mir eigentlich das zweite Tor. Das war ein sehr einfacher, leichter langer Ball nach vorne, und obwohl wir genau solche Situationen besprochen hatten, konnten wir sie nicht klären. Beim dritten Tor hätte die gegnerische Angreiferin Rot sehen müssen, weil sie mit gestrecktem Bein in unsere Torhüterin rutschte und dadurch am Ball blieb. Aber ich halte das nicht für eine Erklärung, denn wir selbst haben heute ebenfalls kein Tor erzielt.”
Sára Krisztin: „Wir wollten auf die Niederlage der vergangenen Woche reagieren und haben uns vor dem Spiel viel vorgenommen. Wir haben wirklich versucht, um jeden Ball zu kämpfen. Ich denke, in der ersten Halbzeit hatten wir auch Möglichkeiten, die wir mit etwas mehr Konzentration und wenn mehr von uns in das Angriffsdrittel gekommen wären, effektiver hätten nutzen können. Fanni hat uns heute sehr gefehlt, und ich wünsche ihr auch von hier aus gute Besserung. Wir wollten auch für sie gewinnen, aber wir werden auf jeden Fall weitermachen. Nächste Woche steht eine Pokalrunde an, die wir ebenfalls gewinnen wollen, und ich denke, dass wir auch nach der heutigen Niederlage die Stärke dieser Mannschaft zeigen müssen. Wir werden die Fehler korrigieren und gemeinsam weitermachen.”




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